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Peter Peeti
Wenn Sie sich für wenigstens einen dieser Bereiche interessieren – Kochkunst, Jagen oder Māori-Kultur – wird Ihnen der Name Peter Peeti wahrscheinlich etwas sagen. Peter ist ein großartiges Beispiel für einen leidenschaftlichen Multitasker und eine Person, die tief mit ihren Māori-Wurzeln verbunden ist.
Peter, der auf der Nordinsel lebt, die für ihre geothermischen Wunder und einzigartigen Naturmerkmale bekannt ist, arrangierte unser Treffen während einer Reise zur Wallaby-Jagd. Sein voller Terminkalender zeugt von seinem Engagement und seiner Vielseitigkeit sowie seiner Anpassungsfähigkeit. Tagsüber ist er ein bekanntes Gesicht im Māori-Fernsehen, nachts ist er ein passionierter Jäger.
Seine Familie wuchs im Herzen der Māori-Kultur auf und lebte nach deren tiefen Traditionen und Grundwerten. Eine ganzheitliche Weltsicht und eine starke spirituelle Bindung an das Land haben seine bedingungslose Liebe zur Natur und ihren Bewohnern geprägt. Er wurde schon in seiner frühen Kindheit mit dem Jagen als traditioneller und notwendiger Praxis vertraut gemacht. Später wurde dies zu seinem Beruf mit einer wichtigen Aufgabe: dem Naturschutz in Neuseeland.
Heute führt er Regie und moderiert die am längsten laufende Serie im Māori-Fernsehen, mit über 300 Kochshow-Folgen und mindestens 100 Folgen übers Jagen. Er ist auch ein Meister darin, Wege zu finden, diese beiden Aktivitäten miteinander zu verbinden. „Meistens nahm ich meine gesamte Jagdausrüstung mit und ging direkt zum Set. Das Kochen mit frisch gejagten oder gefangenen Zutaten gibt mir Raum für Improvisation und Überraschungen“, sagt Peter.
Peter Peeti
Indem er seiner Gemeinde zeigt, wie man Bio-Fleisch zubereitet, vermittelt er auch ein Bewusstsein für ethisches Jagen und dessen Bedeutung für den Erhalt der lokalen Fauna und Flora. „Als ich zum ersten Mal mit den Wärmebildgeräten von Pulsar in Berührung kam und mir selbst eines kaufte, habe ich es einfach zu meiner Show mitgenommen“, verrät Peter. Er achtet auch darauf, seine Präsenz im Fernsehen geschickt zu nutzen: „Ich wollte auf eine andere Weise an die Wärmebildtechnik herangehen und zeigen, dass sie kein Instruments zum Mogeln ist, sondern zu Präzision und zum Schutz.“
Späte Abende, die er still im Mondlicht verbringt, und lange Nächte, in denen er die dichte Vegetation erkundet, sind Peters Freude und eine Art und Weise sich zu erholen. „Jagen ist für mich Art und Weise, abzuschalten“, erklärt er. Dann fügt er hinzu: „Das ist aber auch kein Wunder, in meiner Familie haben die Väter, die Onkel, die Großväter, sie alle, gejagt.“
Die ständig wachsende Population einiger invasiver Wallaby-Arten ist sein häufiges Zielobjekt. Durch den Verzehr einheimischer Vegetation, Waldflächen und Weideland verursachen Wallabys erhebliche Schäden am neuseeländischen Ökosystem. Peter erinnert sich daran, wie Jagen früher war, und vermutet eine mögliche Ursache für die Überpopulation der Wallabys: „Wir haben sie lebendig für den Zoo gefangen und für jedes ein paar Dutzend Dollar bekommen. Es gab so viele von ihnen, dass die Menschen sogar Fischernetze benutzten. Ich glaube, ein paar von ihnen müssen während des Transports entkommen sein, denn man findet sie jetzt an Orten, an denen sie vorher nicht waren.“
Während der weltweiten Pandemie überstieg die Rehwildpopulation auch in Neuseeland ihre übliche Anzahl. Sowohl die Freizeitjagd als auch die kommerzielle Jagd wurden während eines Teils der Sperre als nicht lebensnotwendige Aktivitäten eingestuft, was ein entscheidender Faktor für den Boom der Rehwildpopulation war. Nach den Wallabys sind Rehe ein weiteres Zielobjekt von Peters Bekämpfung von Schädlingen.
Jeder Jäger würde wahrscheinlich zustimmen, dass Jagen einerseits eine sehr disziplinierte und von Regeln geprägte Tätigkeit ist, andererseits aber auch ein wildes und unberechenbares Unterfangen. Als Fachmann mit umfassender Erfahrung hat Peter viele Geschichten auf Lager.
Vor einiger Zeit, in einer seiner Fernsehsendungen, die im Fiordland-Nationalpark gedreht wurde, erlebte er eine dieser Situationen, die sich in diesem Moment wie ein Albtraum anfühlten, aber heute mit einem Lachen erzählt werden. „Ich erinnere mich, dass wir einmal gedreht haben, ich glaube, es war im Fiordland National Park. Der Besitzer des Jagdreviers sagte uns, dass wir diesen einen bestimmten Hirsch wegen seiner guten Gene nicht schießen sollten. Er hat uns sogar genau gesagt, wo sich der Hirsch aufhält, also sind wir woanders hingegangen, wo wir jagen durften. Wir fanden dort einen anderen Hirsch, schossen ihn, und natürlich stellte sich heraus, dass es derjenige war, den wir nicht erlegen sollten. Ich schätze, er hat an diesem Tag einfach beschlossen, seine Umgebung zu wechseln.“
In unserem Gespräch geht Peter auch auf das Potenzial neuer Technologien ein und darauf, wie diese die Jagdgewohnheiten revolutioniert haben. Er betont, dass es trotz seines tiefen Engagements für kulturelle Traditionen keinen Konflikt zwischen diesen und der Technologie gibt.
„Mit dem Wärmebildsehen hat sich das Jagen grundlegend verändert. Es geht um Sicherheit und mehr Effizienz. Früher haben wir einfach eine normale Lampe benutzt, aber die Rehe wurden sehr schnell schlau – sie lernten, wegzulaufen, sobald sie einen Lichtstrahl sahen. Bei dem Wärmebildsehen wissen sie nicht einmal, dass du da bist. Einmal habe ich sogar einen Wilderer damit gesehen. Diese Typen gibt es immer noch. Zuerst dachte ich, es sei ein Schwein, das durch den Wald läuft. Dann fing das Wesen an, auf dem Boden zu krabbeln, und da wusste ich, dass es ein Mensch war.“
Für Peter spielen die Pulsar-Wärmebild- und Nachtsichtgeräte eine wichtige Rolle bei seiner täglichen Arbeit. „Der Schutz von Wildtieren und die Versorgung meiner Familie haben für mich oberste Priorität, und mit Wärmebildinstrumenten kann ich das einfach sicher und effektiv tun“ , sagt er selbstbewusst.
Peter Peeti
Peter Peetis Geschick, seine Leidenschaften zu einem stimmigen und sich ergänzenden Lebensstil zu verbinden und dabei seinem kulturellen Hintergrund treu zu bleiben, ist für viele eine Inspiration. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Neuseeland das technologische Potenzial nutzen kann, um die Population der einzigartigen Tierwelt des Landes zu bewahren.